Streetart is not a crime

am 26.6.2011 stoppten polizist_innen eine personengruppe im hamburger hauptbahnhof und durchsuchten sie auf den verdacht hin, einen schriftzug an einer telefonzelle in der mönckebergstrasse gemalt zu haben. gefunden wurde nichts. neben einer strafanzeige des vermeintlich geschädigten betreibers avanticom, bejaht die verfolgungswütige staatsanwaltschaft das besondere öffentliche interesse um auf jeden fall ermitteln zu können. dies könnte daran liegen, dass die ermittelnden behörden mutmassen, dass der schriftzug “flora” lauten könnte. vermutlich liegt also das besondere interesse darin linkradikale politik zu kriminalisieren.

jenseits der frage, ob die kontrollierten personen, von denen eine nun einen strafbefehl über 30 tagessätze erhalten hat, mit der vorgeworfenen tat ueberhaupt in zusammenhang stehen, gilt es sich die strassen anzueignen als kreative flaeche und dem kapitalistischen einheitsgrau der innenstädte etwas entgegenzusetzen. auch wenn noch so oft das gegenteil behauptet wird: die strassen gehören uns allen und nicht denen, die das geld haben, dort betonklötze zu bauen und juweliergeschäfte zu eröffnen. genausowenig gehören die städte denen, die die macht haben, uniformierte gewalttäter zu bezahlen, um alle menschen, die ihnen nicht passen zu vertreiben.
gegen den strafbefehl wurde einspruch eingelegt, es wird daher vermutlich zu einem prozess am amtsgericht hamburg kommen. der angeklagte freut sich über solidarische unterstützung im prozess.
infos und kontakt: law_and_order (ätt) nirgendwo.info

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