Laienverteidigung

Laien-VerteidigerInnen-Netzwerk als Teil einer Antirepressionsvernetzung, die mehr ist als Verteidigung

Viele Menschen sind der Maschinerie von Polizei und Justiz machtlos ausgeliefert. Wer Sinn für ein schönes Leben hat, wird sich auch nicht freiwillige mit Paragraphen und den miesen Tricks der ParagraphenreiterInnen auseinandersetzen wollen. Doch die rechtsprechende Gewalt ist formal die höchste Gewalt im Staat. Es ist daher notwendig, dieser nicht hilflos gegenüberzutreten.
Das geht einerseits mit AnwältInnen. Da ist auch nichts gegen zu sagen – nur leider sind viele AnwältInnen selbst in einer Art Fließbandarbeit tätig, d.h. sie bearbeiten viele Fälle und können sich nicht intensiv in einen hineinarbeiten. Zudem sind viele mit einer ähnlichen Arroganz wie fast die gesamte JuristInnenschar behaftet, d.h. sie gucken auf ihreN „MandantIn“ herab wie auf ein unmündiges Wesen. Und raten nicht oft zum Nichtstun, während sie selbst sich als fitte AnwältInnen inszenieren (was sie manchmal auch sind).
Es ginge aber auch – oder zusätzlich – durch die Eigenermächtigung und durch gegenseitige Hilfe. Darum geht es hier! Um die Willkür in Gerichtssälen und die Abhängigkeiten der Angeklagten zu verringern, gibt es den Aufruf für ein Laien-VerteidigerInnen-Netzwerk als Teil einer Antirepressionsvernetzung, die mehr ist als Verteidigung